Ausstellung Grenzinschriften - Natur und Landschaft im Spiegel von Literatur und bildener Kunst

Axel Kahrs aus dem wendländischen Lüchow wuchs an und mit der innerdeutschen Grenze auf. Er hat zahlreiche Texte und Geschichten zur Situation an der innerdeutschen Grenze in den Jahren 1945 und 1989 gesammelt und Autorinnen und Autoren gebeten, ausgewählte Abschnitte für ihn mit der Hand zu schreiben.

In der Wanderausstellung Grenzinschriften werden aus dieser Sammlung 18 Texte auf großen Bannern vorgestellt. Ergänzt werden die literarischen Zeugnisse durch Porträtzeichnungen von Andreas Neuling aus Salzwedel, Dokumente zur Geschichte und Fotographien aus der heutigen Landschaft.

Zum ersten Mal wurde die Ausstellung im Herbst 2008 in der Salzwedeler Mönchskirche gezeigt und fand das Interesse überraschend vieler BesucherInnen. Ein Text aus dem Gästebuch zeigt, dass die Ausstellung begeistert angenommen wurde: Wir haben alles angeschaut und gelesen, sind konzentriert und wach geblieben, waren nicht verwirrt, eher angeregt und erregt. Eine Ausstellung mit Maß und Form und so schönen Worten!

In seiner Rede zur Eröffnung nennt Prof. Wilfried F. Schöller die Ausstellung einen geöffneten Literaturtresor und bemerkt: die Probe, was sich finden lässt, wenn man den Tresor öffnet, ist hier in der Altmark verblüffend gelungen: enorm viel literarisch gestaltete Erinnerung bindet sich an Salzwedel!

Bisher war die Exposition, von der auch eine kleine Version hergestellt wurde, in Hamburg, Berlin, München, Göttingen, Lüchow, Wittenberge, Lenzen, und in Böckwitz-Zicherie zu sehen. Als Wanderausstellung ist diese Botschafterin der Region an Interessenten auch auszuleihen.

Kontakt: Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) Salzwedel, www.gruenderzentrum-salzwedel.de