Grenzturm - Von der Natur erobert

Erinnerung ist die Fähigkeit, Vergangenes in der Vorstellung wiederzubeleben

So wie das Grüne Band nach und nach zuwächst, sofern niemand etwas dagegen unternimmt, so wächst auch langsam Gras über die jüngere deutsche Geschichte. Damit diese nicht dem Vergessen anheim fällt, wird im Grünen Band auch Erinnerung für Sie erlebbar gemacht.

Ihre Spurensuche entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze führt Sie auf den Kolonnenweg. Er ist das deutlichste Indiz des früheren Grenzverlaufes. Wo früher Grenzsoldaten zu Fuß und mit schwerem Gefährt patrouillierten verbinden heute  Wander- und Radwege Grenzerlebnispunkte miteinander. Der Anblick von Relikten der Sperranlagen wie Warnschilder, Zaunreste und Grenztürme weckt auch bei denen, die es nicht am eigenen Leib erfahren haben, eine Vorstellung vom Leben hinter dem Stacheldrahtzaun. Besonders lebendig ist die Erinnerung in Grenzlandmuseen. Durch Infotafeln, Kunstwerke, Mahnmale, Ausstellungen und Zeitzeugenberichte werden Erinnerungslücken geschlossen.


Grenzöffnung Mödlareuth 1989, Thüringen/Bayern. Foto: A. Schaffner

Begreifen Sie in einer Wüstung, was es bedeutet, wenn eine Ortschaft dem Erdboden gleich gemacht wird. Erfahren Sie in Orten wie Pottiga, Ellrich oder Rüterberg wie das Leben innerhalb der Sperrzone war. Erhalten Sie eine Ahnung davon, wie sich Menschen auf der Flucht gefühlt haben, während Sie entlang der ehemaligen Grenze durch die Nacht geführt werden.

Die innerdeutsche Grenze hat mehr als vier Jahrzehnte Landschaften, Dörfer und Familien getrennt. Erfahren Sie nun das Grüne Band als Verbindung zwischen alten und neuen Bundesländern. Als lebendiges Denkmal der Wiedervereinigung.

Das Grüne Band - eine Erinnerungslandschaft.