Wertvolle Naturräume am Grünen Band

Die Modellregion beherbergt drei Naturräume am Grünen Band, mit bundesweiter bzw. landesweiter Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz:

1. Flusslandschaft Elbe
2. Landgraben-Dumme-Niederung nördlich Salzwedel
3. Heide- und Trockenrasenstandorte nördlich Arendsee

neue Veranstaltungstermine Vogelzug und Vogelrast im Grünen Band


POIs am Grünen Band

Naturerlebnisse im Grünen Band um Salzwedel

Feuchte Wälder mit Urwaldcharakter, nasse Wiesen, Teiche und Moore prägen das Grüne Band nördlich von Salzwedel. Durch den Stadtforst Salzwedel, einen ausgedehnten Erlenbruchwald, führt ein Holzbohlenweg, von dem aus je nach Jahreszeit vielstimmige Vogel- und Froschkonzerte zu belauschen sind. Mit etwas Glück lassen sich jagende Fledermäuse oder gar Schwarzstorch, Seeadler und Kranich beobachten. Ganz in der Nähe, an den Brietzer Teichen, den Stapelteichen und im Cheiner Torfmoor finden sich blühende, orchideenreiche Feuchtwiesen, ian denen Schmetterlinge und andere Insekten ideale Lebensräume finden.
In den Wintermonaten von Oktober bis Ende Februar bieten die Teiche und im Rahmen von Renaturierungsmaßnahmen neu geschaffenen Flachwasserbereiche der Kusebruchswiesen ideale Beobachtungsmöglichkeiten für seltene Wasservögel, Kraniche und nordische Gänse.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bietet diverse geführte Touren ab Salzwedel, Beobachtungsstände und Aussichtstürme spannende Aus- und Einblicke in das Grüne Band.

BUND LV Sachsen-Anhalt e.V.
Koordinierungsbüro Grünes Band
Tel. 039000-90872, 0151/12558830
gruenesband(at)bund-sachsen-anhalt.de
www.bund-sachsen-anhalt.de

 

Naturparadies Lenzener Elbtalaue

Direkt vor den Toren der Stadt befindet sich ein wahres Naturparadies: Inmitten des ehemaligen Todesstreifens wurden im Rahmen eines Naturschutzgroßprojektes über 400 ha neue Überschwemmungsflächen und eine neue Auenwildnis geschaffen. Der Hochwasserdeich der Elbe wurde über einen Kilometer landeinwärts verlegt, Auwälder neu gepflanzt, feuchte Wiesen und viele Kleingewässer angelegt. Nun werden die Flächen fast vollständig sich selbst überlassen, damit eine neue Auenwildnis entstehen kann. Vom Elbedeich aus bieten sich dem naturinteressierten Besucher spannende Einblicke in die neu geschaffenen Lebensräume. Zur Vogelbrutzeit können typische Arten wie Kiebitze, Graugänse und im Winter arktische Gänse und Singschwäne beobachtet werden. Seltenere Gäste sind Säbelschnäbler, Grün- und Rotschenkel.
Vom Besucherzentrum Burg Lenzen aus werden geführte Exkursionen mit dem Fahrrad angeboten. Besondere Ausblicke auf das neu geschaffene Naturparadies bieten zwei ehemalige Grenztürme auf dem Elbedeich.
Nur wenige Kilometer elbabwärts liegt ein weiterer, spannender "Grenzerfahrungspunkt" im Elbdörfchen Unbesandten: In der Scheune des denkmalgeschützten Bauernhauses der Familie Pauli wurde eine Ausstellung zum Thema "ÜberLeben im Sperrgebiet" eingerichtet. Sie erzählt vom Alltagsleben der Dorfbewohner im Sperrgebiet und lädt ein, das Dörfchen und seine naturnahe Umgebung auf einen Faust zu erkunden (www.bauernhaus-pauli.de).

BUND Besucherzentrum Burg Lenzen
Burgstraße 3, 19309 Lenzen
Tel. 038792-1221
Fax: 038792-80 673
Info(at)burg-lenzen.de
www.burg-lenzen.de

 

Arendsee - Blaue Perle am Grünen Band

Mitten im ehemaligen Sperrgebiet lag der Arendsee, der größte See Sachsen-Anhalts. Neben Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten bietet der Arendsee viele Highlights. Das Städtchen Arendsee, romantisch gelegen direkt am Seeufer ist mit seiner eindrucksvollen, mittelalterlichen Klosterruine Teil der Straße der Romanik.
Der Arendsee selbst bietet eindrucksvolle Beobachtungsmöglichkeiten des abendlichen Gänseeinflugs, denn er ist ein bedeutender Schlafplatz für bis zu 50.000 nordische Gänse und andere Wasservögel. Geführte Touren des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) leiten Sie zu den besten Beobachtungsorten für das großartige Naturschauspiel.
Nördlich des Arendsees bietet das Grüne Band einen ganz eigenen Charakter: Hier führt der ehemalige Kolonnenweg durch offene Sanddünen, Heiden und ausgedehnte Kiefernwälder. Ein idealer Lebensraum für seltene Vogelarten wie den Ziegenmelker, der auf Nachtexkursionen im Mai und Juni zu beobachten und zu belauschen ist. Ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins Grüne Band ist die ehemalige Grenzkaserne in Ziemendorf. Großzügige Zimmer und Ferienwohnungen laden bieten vor allem naturinteressierten Familien einen idealen Aufenthalt. Als Mahn- und Denkmal an die innerdeutsche Teilung haben die neuen Besitzer ein Treppenhaus der Menschenrechte in der ehemaligen Grenzkaserne eingerichtet.

Tourist-Info Arendsee
Töbelmannstraße 1 - 39619 Arendsee
T. 039384-27164 - F. 039384-27480
info(at)luftkurort-arendsee.de - www.luftkurort-arendsee.de

BUND LV Sachsen-Anhalt e.V.
Koordinierungsbüro Grünes Band
Tel. 039000-90872, 0151/12558830
gruenesband(at)bund-sachsen-anhalt.de
www.bund-sachsen-anhalt.de