Grünes Band Europa - eine paneuropäische Initiative
Das Grüne Band Europa hat in den beteiligten 23 Ländern schnell viel Anklang und Unterstützer gefunden. Das gemeinsame Hauptziel, das Grüne Band als Kernzone eines paneuropäischen Lebensraumverbundes für bedrohte Tiere und Pflanzen zu schützen und zu entwickeln, ist eine Herausforderung für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf allen Ebenen.
Die Gesamtkoordination liegt bei der Weltnaturschutzunion IUCN, maßgeblich unterstützt vom Bundesamt für Naturschutz. 2005 hat ein Grüne Band Europa Koordinator bei der IUCN seine Arbeit aufgenommen. Er vertritt das Grüne Band in Kooperation mit den verantwortlichen Regierungen und Verbänden auf internationaler Ebene und ermittelt Brennpunkte für Aktivitäten.
In drei Hauptregionen initiieren und begleiten Regional-Koordinatoren grenzüberschreitende Aktivitäten und Projekte gemeinsam mit lokalen Partnern:
- Das Grüne Band Fennoskandien (Norwegen, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen) wird von der Association of Zapovedniks and National Parks of Northwest Russia betreut.
- Das BUND-Projektbüro Grünes Band hat die Koordination für das Grüne Band Zentraleuropa (Polen, Deutschland, Tschechien, Österreich, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Italien) übernommen.
- Das Grüne Band Südosteuropa (Serbien, Montenegro, FYR Mazedonien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Türkei) wird von Euronatur unterstützt.
In den Anliegerstaaten stimmen "National Focal Points", die von den zuständigen staatlichen Instituten für Naturschutz autorisiert sind, die Aktivitäten auf nationaler Ebene ab.
Grundlage für die internationale Zusammenarbeit ist ein 2004/2005 entwickeltes Arbeitsprogramm (PoW-Programme of Work), das sukzessive umgesetzt wird. Eine Fülle von Aufgaben und Projekten will die Grüne Band Initiative bis 2010 umsetzen. Dazu gibt es bereits Beispiele: Im ersten EU-geförderten Projekt für das Grüne Band Zentraleuropa mit 17 Partnern aus acht Ländern wurde anhand einer "Lückenanalyse" (Defiziträume) der aktuelle Zustand des Biotopverbundes ermittelt. Zudem wurde das Potential für eine umweltverträgliche verkehrliche Erschließung analysiert, wie die Vorbereitung von thematischen Fahrradwegen. Eine sieben-sprachige Homepage und umfangreiches öffentlichkeitswirksames Material informieren über das Grüne Band.
Die IUCN erfasste alle verfügbaren Daten zu Schutzgebieten und Landnutzung am Grünen Band. Gefördert vom BfN und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wurden Daten aller Anrainer aufbereitet. Karten und Datenbanken stehen unter www.europeangreenbelt.org zur Verfügung.



