Naturerbe Grünes Band Deutschland

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Das Grüne Band mit Kolonnenweg in der Rhön

Als "Tafelsilber der Deutschen Einheit" wurde es gerühmt und im November 2005 zum "Nationalen Naturerbe" ausgerufen - das Grüne Band, die Lebensräume entlang der früheren innerdeutschen Grenze.

Von der Ostsee bis ins sächsisch-bayerische Vogtland verbindet  es 17 Naturräume. Es ist nicht nur ein Querschnitt durch fast alle deutschen Landschaften, von den norddeutschen Niederungsgebieten bis zu den Mittelgebirgen, sondern auch ein wertvoller Korridor in der stark zerstückelten Landschaft.

Die ehemalige Grenze teilte auf fast 1.400 km rücksichtslos das Land in Ost und West. Einziger Nutznießer dieser unmenschlichen Barriere war die Natur. Zwischen Stacheldraht und Grenzpatrouillen hatte sie Jahrzehnte lang Bewegungsfreiheit. So konnte sich im Grenzstreifen und in der Umgebung ein Stück Wildnis entwickeln, eine Seltenheit in unserer ansonsten intensiv genutzten Landschaft.

Heute ist der Todesstreifen eine Lebenslinie. Als zentrales Grünes Band wird dabei der Bereich zwischen dem sogenannten Kolonnenweg und der ehemaligen Staatsgrenze zwischen BRD und DDR bezeichnet. Dieser Streifen ist zwischen 50 und 200 m breit. Brachflächen, verbuschte Bereiche, Altgrasfluren, Pionierwald, Flüsse, Feuchtgebiete und Moore sind verknüpft und gehen ineinander über. Langfristig soll nicht nur dieses Band gesichert und entwickelt werden, sondern auch die angrenzenden Schutzgebiete und die großflächigen naturnahen Bereiche, die sich im Schatten der Grenze erhalten konnten. Das Grüne Band Deutschland ist das Rückgrat eines einzigartigen nationalen Biotopverbunds und gleichzeitig ein lebendiges Symbol jüngerer deutscher Zeitgeschichte.


Frühe Adonislibelle, Geo-Tag der Arten- vielfalt 2003