Naturräume

Entlang des Saaleuferszeigt sich sehr gut der Unterschied zwischen landwirtschaftlicher Nutzung auf fränkischer Seite und dem naturbelassenen Grünen Band auf thüringischer Seite.
Grünes Band bei Lichtenhain. Foto: Stefan Beyer
Entlang des Saaleufers zeigt sich sehr gut der Unterschied zwischen landwirtschaftlicher Nutzung auf fränkischer Seite (im Foto oben) und dem naturbelassenen Grünen Band auf thüringischer Seite (im Foto unten). Foto: Klaus Leidorf
Mühlteiche bei Mitwitz. Foto: Klaus Leidorf

Der größte Teil der Modellregion befindet sich im thüringisch-fränkischen Schiefergebirge in Höhenlagen von 600 bis fast 800 Metern (über NN). Geologisch gesehen setzt sich der Naturraum vor allem aus Tonschiefer und Grauwacken zusammen, aus denen basen- und nährstoffarme Böden entstanden sind, die für eine intensive landwirtschaftliche Nutzung meist wenig attraktiv sind. Magere Bergwiesen und Wald nehmen daher einen relativ hohen Flächenanteil ein. Beim Wald überwiegen zwar Fichtenforste, in Teilbereichen sind jedoch auch naturnahe Laub- und Mischwaldbestände zu finden. Zu den typischen Landschaftsbildern gehören enge, tief eingeschnittene Täler, bewaldete Hänge und gerodete Hochflächen.

Nach Osten - im Bereich des Mittelvogtländischen Kuppenlandes - nimmt der Anteil der vulkanischen Diabas- und Tuffgesteine zu. Daraus resultiert eine flachwellige Hügellandschaft mit Höhenlagen von 450 bis 500 Metern (über NN). Die noch wenig bewaldeten Diabasfelsen entlang von Selbitz und Saale sind besonders wertvoll für zahlreiche wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten.

Ebenfalls zur Modellregion des Grünen Bandes an der fränkisch-thüringischen Grenze gehört ein Teil der Obermainischen Bruchschollenzone zwischen Mitwitz und Neuhaus-Schierschnitz. Diese Hügellandschaft erreicht Höhenlagen von 300 bis 400 Metern (über NN). Der geologische Untergrund besteht aus Ablagerungen des Erdmittelalters. In diesem Abschnitt des Grünen Bandes sind zahlreiche naturnahe Teiche erhalten geblieben.